WM: Bronze und drei deutsche Rekorde für SC DHfK-Finswimmer

Incheon. 22.-29. Juni. Finswimming-WM. Mit einer Bronzemedaille, drei deutschen Rekorden und weiteren Top-8-Platzierungen sind unsere Flossenschwimmer:innen von der Weltmeisterschaft aus Südkorea zurückgekehrt. Für das 14-köpfige deutsche Nationalteam waren von unserem SC DHfK Nadja Barthel, Hannah Troppschuh, Emily Hempler, Niklas Loßner und Duncan Gaida SC DHfK dabei.
Staffel-Bronze für Nadja Barthel und Niklas Loßner
Für einen sportlichen Höhepunkt aus Leipziger Sicht sorgte Nadja Barthel. Über die 50 Meter Finswimming stellte sie bereits im Vorlauf den deutschen Rekord ein. Im Finale steigerte sie die Bestmarke noch einmal auf starke 17,78 Sekunden und wurde sehr gute Fünfte. Nach ihrer EM-Bronzemedaille im vergangenen Jahr bestätigte sie damit erneut ihre internationale Klasse. Zudem gewann sie gemeinsam mit ihrem SC-DHfK-Teamkollegen Niklas Loßner sowie Lara Gawenda (Berlin) und Marek Leipold (Erfurt) Staffel-Bronze über 4×100-Meter SB (2x Finswimming, 2x BiFin).
Niklas Loßner mit zwei Rekorden auf Bi-Fin-Strecken
Für zwei weitere deutsche Rekorde sorgte Niklas Loßner. Nach einer schwierigen Saison, in der die Rennen mit der Monoflosse nicht wie erhofft verliefen, konzentrierte er sich vor der WM auf die Bi-Fin-Strecken. Diese Entscheidung schien sich auszuzahlen: Über 50 Meter Bi-Fin schwamm er in 19,26 Sekunden auf Platz sieben und stellte einen neuen deutschen Rekord auf. Auch über 100 Meter Bi-Fin belegte er Rang sieben und verbesserte ebenfalls die nationale Bestmarke (42,50 Sekunden).
Neue Bestzeit für Duncan Gaida über 1.500 Meter
Langstreckenspezialist Duncan Gaida überzeugte insbesondere über die 1.500 Meter Finswimming. Mit einem couragierten Rennen verbesserte er seine persönliche Bestzeit um acht Sekunden und seine bisherige Saisonbestleistung sogar um 18 Sekunden. Am Ende stand für ihn ein Platz unter den besten acht Finswimmern. Auch über 400 und 800 Meter schwamm er gute Zeiten.
Für Emily Hempler verlief die Weltmeisterschaft dagegen unglücklich. Vor dem Wettkampf riss ihre Flosse, sodass sie zwei Rennen mit beschädigtem Material absolvieren musste und dadurch nicht ihre gewohnten Leistungen und Zeiten abrufen konnte.
Für Hannah Troppschuh war es die erste Weltmeisterschaft bei den Erwachsenen. In ihren Rennen über 200 und 400 Meter Streckentauchen (Platz 12 und 11) blieb sie leider unter ihren Leistungen von der Jugend-EM Anfang Juni. Dort konnte sie u.a. den Jugend-Europameistertitel holen.
Trainer Max Poschart: „Durchwachsene WM.“
Trainer Max Poschart zog nach der WM ein gemischtes Fazit: „Der Fokus lag in diesem Jahr vermehrt darauf, in die Finals zu kommen und sich mit Bestleistungen für die Saison zu belohnen. Das ist zum Teil gelungen. Aus meiner Sicht war es eine durchwachsene WM mit einzelnen sehr guten Ergebnissen, aber auch mit Ergebnissen, mit denen wir nicht zufrieden sein können.“ Gleichzeitig betonte er die internationale Konkurrenz und sieht insbesondere bei den jüngeren Athletinnen und Athleten weiteres Entwicklungspotenzial: „Es fehlen noch ein paar Trainingsjahre. Sie müssen auf diesem Niveau weitere Erfahrungen sammeln und sich erst noch finden.“







