Zwei deutsche Rekorde: Josefine Fischer überzeugt bei Apnoe-WM

Josefine Fischer bei der Apnoe-WM im serbischen Novi Sad. Fotos: privat
Novi Sad (Serbien). 9.-15. Juni. Apnoe WM. Mit starken Leistungen und zwei neuen deutschen Rekorden kehrt unsere Athletin Josefine Fischer von der Apnoe-Weltmeisterschaft zurück. Die Leipzigerin sammelte bei den internationalen Titelkämpfen wertvolle Erfahrungen und zeigte insbesondere nach einem schwierigen Auftakt große mentale Stärke.
Schwieriger Auftakt, starke Reaktion
Der erste Wettkampftag verlief für Josefine zunächst unglücklich. In der Disziplin DNF (Streckentauchen ohne Flossen, so weit wie möglich mit nur einem Atemzug) musste sie nach einem Blackout über Wasser eine rote Karte hinnehmen. Doch davon ließ sich unsere SC DHfK-Sportlerin nicht aus dem Konzept bringen. An den folgenden WM-Tagen kämpfte sie sich eindrucksvoll zurück.
In der Disziplin DYN-B (Streckentauchen mit einem Atemzug mit zwei Flossen) erreichte Josefine starke 207 Meter, stellte damit eine persönliche Bestleistung sowie einen neuen deutschen Rekord auf und belegte Platz 12. Auch im Zeittauchen (STA, so lange wie möglich die Luft anhalten, ohne sich zu bewegen) überzeugte sie mit 6:33 Minuten und Platz sechs.
Zum Abschluss der Weltmeisterschaft setzte Josefine noch einmal ein Ausrufezeichen: Mit 237,5 Metern im Streckentauchen mit Monoflosse (DYN, ebenfalls mit nur einem Atemzug) schwamm sie erneut persönliche Bestleistung und verbesserte gleichzeitig den deutschen Rekord. Damit belegte sie WM-Platz sieben.
Mentale Stärke als Schlüssel zum Erfolg
„Die WM war für mich sehr schön. Ich konnte sehr viele Erfahrungen sammeln und beeindruckende Tauchgänge der besten Sportler anschauen“, berichtet Josefine Fischer. „Besonders freue ich mich, dass ich nach dem Blackout im ersten Wettkampf in den darauffolgenden Tagen die zwei deutschen Rekorde geschafft habe.“
Neben den sportlichen Leistungen hebt die Leipzigerin besonders den Teamgeist hervor: „Unser Team war dieses Jahr auch sehr harmonisch und die Organisation von unserem Betreuerteam und von dem Veranstalter waren perfekt. Deswegen war es für mich eine super schöne WM.“
Den besonderen Reiz des Apnoetauchens sieht Josefine vor allem in der mentalen Herausforderung: „Für mich liegt der Reiz vor allem darin, dass ich meine körperlichen Grenzen besser kennenlerne. Gerade im Vergleich zum klassischen Finswimming finde ich die Kombination aus Kraft und mentaler Stärke faszinierend. Man kann körperlich top fit sein, aber wenn der Kopf nicht mitspielt, ist der Wettkampf meistens gelaufen.“
Mit der Weltmeisterschaft endet für Josefine die aktuelle Wettkampfsaison. Nach der Sommerpause startet dann wieder das Aufbautraining für die neue Saison.







