U16-Faustballer holen mit Energieleistung DM-Bronze vor Heimkulisse

Holten vor toller Heimkulisse Bronze im kleinen Finale gegen den TSV LoLa. Foto: Michael Walther
Leipzig. Vier Jahre nach dem ersten DM-Titel der Vereinsgeschichte und zwei Jahre nach erfolgreicher Titelverteidigung in der U14 gingen unsere U16-Faustballer mit dem hochgesteckten Ziel der erneuten Finalteilnahme vor heimischer Kulisse in die Saison.
Mit dem Rückenwind des Heimpublikums stand ein spannendes, aber auch nervenaufreibendes Wochenende der Deutschen U16-Faustballmeisterschaft bevor. Nach der kräftezehrenden U18-DM vor einer Woche wurden die Leipziger zu einer Umstellung des etatmäßigen Angriffs-Duos gezwungen. Im ersten Spiel gegen den Mitfavoriten TV Brettorf wackelte die Mannschaft zunächst und gab den ersten Satz ab. Im Anschluss konnte das Spiel allerdings erfolgreich gedreht werden. Es folgten zwei souveräne Siege gegen Karlsdorf und Kubschütz, somit war das Halbfinalticket gelöst.
Im Halbfinale brannte dann buchstäblich die Sporthalle der Johanna-Moosdorf-Schule. Das junge Stammheimer Team lief zur Höchstform auf und konnte nahezu sicher geglaubte Punktgewinne reihenweise durch spektakuläre Abwehraktionen verhindern. Trotz großen Kampfes musste das SC DHfK-Team beide Sätze knapp an die Stuttgarter abgeben.
Diese Niederlage steckte allen Beteiligten auch im Spiel um die Bronzemedaille sichtlich in den Knochen. Nach einer deutlichen 2:11-Niederlage im ersten Satz gegen den TSV LoLa folgte eine schier unglaubliche Willensleistung der Leipziger. Dank einer nun sehr stabilen Angabenleistung konnten die SC DHfK-Faustballer das Spiel wieder auf ihre Seite ziehen und sich schlussendlich mit der Bronzemedaille belohnen.
Trainer Tom Döbel bilanzierte: „Auch wenn die Enttäuschung durch den geplatzten Traum des erneuten Titels spürbar war, so kann die Mannschaft dennoch mit Stolz auf diese Willensleistung im emotionalen Ausnahmezustand sein. Insbesondere darauf, wie sehr man sich im Moment der Enttäuschung unterstützt, aufgebaut und vertraut hat. Auf dieser Basis wird sich langfristig etwas ganz Besonderes entwickeln.“
Anna Schmidt von der Veranstaltungsleitung ergänzte: „Danke an alle Helfenden im Umfeld, die nicht nur unserer Mannschaft, sondern auch unseren Gästen eine unfassbar besondere Bühne geboten haben. Das war Werbung für unsere großartige Sportart und davon braucht es mehr! Dass schlussendlich dann doch noch das Happy End für unsere Jungs geschafft wurde, macht uns alle umso glücklicher.“
Fotos (7): Michael Walther













