4 Medaillen & JWM-Tickets: Starker Auftritt der Wasserspringerinnen bei Jugend-EM

Kategorien: Wasserspringenveröffentlicht am: 28. Juli 2022
csm_Erfolgreiche_JEM_für_die_Wasserspringerinnen_des_SC_DHfK_Quelle_privat_35e7ae9cdc

Überzeugten bei der JEM: Johanna Krauß, Trainerin Vanessa Weilert, Vanessa Röhniß, Julina Schnabel, Frieda Dummer, Amelie Förster und Trainer Dmytro Ostapenko (v.l.) vom SC DHfK. Foto: privat

Die Nachwuchs-Wasserspringerinnen des SC DHfK blicken auf eine sehr erfolgreiche Jugend-Europameisterschaft zurück. Einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze sammelten die fünf Leipzigerinnen, von denen vier im rumänischen Otopeni ihre JEM-Premiere feierten. Mit ihren Erfolgen und Platzierungen haben sich vier der fünf SC DHfK-Sportlerinnen damit gleichzeitig sicher für die Jugend-Weltmeisterschaft im November/Dezember in Kanada qualifiziert.

Otopeni/Rumänien. „Ich denke, wir alle können mit unseren Leistungen hier komplett zufrieden sein.“ Sie war die jüngste Leipziger Teilnehmerin und brachte die Jugend-Europameisterschaft aus SC DHfK-Sicht auf den Punkt. Die Erfolge von Vanessa Röhniß (14) und ihren vier Teamkolleginnen vom SC DHfK im rumänischen Otopeni nahe Bukarest können sich mehr als sehen lassen: vier Medaillen, dazu viele gelöste Tickets für die Jugend-Weltmeisterschaft in Kanada (27.11.-04.12.22).

Dabei war bereits die Qualifikation von fünf Leipzigerinnen für die diesjährige Jugend-EM einer der größten Nachwuchs-Erfolge in der Geschichte der Abteilung Wasserspringen. Im vergangenen Jahr vertrat Jugend-Weltmeisterin Johanna Krauß noch allein die Farben des SC DHfK bei der JEM. Dass das Leipziger Team um Krauß, Röhniß, Julina Schnabel, Frieda Dummer und die für Rumänien startende Amelie Förster nun international mit geballter Power auftrat und Medaillen, gute Platzierungen und JWM-Tickets sammelte, zeigt, wie gut die Nachwuchsarbeit bei den Wasserspringern funktioniert.

Einen kompletten Medaillensatz gab es am zweiten Wettkampftag für Julina Schnabel, Frieda Dummer und Vanessa Röhniß. Foto: privat

Nach ihrer ersten internationalen Medaille – und dann gleich eine silberne vom 3 Meter-Brett – musste sich Vanessa Röhniß auch erst einmal kneifen: „Dass ich so weit vorne lande, damit habe ich nicht gerechnet. Ich hatte mir vorgenommen, mit meinen Sprüngen zufrieden und vielleicht ins Finale einziehen zu können. Deshalb war die Silbermedaille echt unglaublich für mich.“ Umso bemerkenswerter ist diese Medaille, da Röhniß mit ihren 14 Jahren noch zum jüngeren Jahrgang in der B-Jugend gehört. Das starke Ergebnis vom 3m-Brett rundete ihre Teamkollegin Julina Schnabel mit Bronze ab. Die 15-jährige SC DHfK-Athletin hatte zum Auftakt ebenfalls Bronze mit der deutschen Mannschaft beim Teamspringen geholt.

Auch neben den sportlichen Erfolgen waren die Leipzigerinnen hart im Nehmen: Sowohl Vanessa Röhniß als auch Johanna Krauß (Platz 4, 6 und 8) kämpften während der JEM mit Erkältungen und sicherten sich dennoch – ebenso wie Julina Schnabel und Amelie Förster – ihre JWM-Tickets. Frieda Dummer musste gar wegen einer Verletzung am Ellenbogen kurzfristig ihre Synchron-Serie vom Turm mit Partnerin Carolina Coordes umstellen und vom 10-Meter- auf den 5-Meter-Turm wechseln. Am Ende stand eine sensationelle Goldmedaille für die 17-jährige Leipzigerin und ihre Partnerin aus Berlin.

Das Leipziger Team mit zwei ukrainischen Springerinnen, die seit Kriegsbeginn in Leipzig trainieren und Bronze im Synchronspringen vom Turm gewannen. Foto: privat

Trainerin Vanessa Weilert, die das Leipziger und deutsche Team gemeinsam mit ihrem Kollegen Dmytro Ostapenko vor Ort unterstützte, zeigte sich sehr zufrieden: „Insgesamt lief die JEM sehr gut für Deutschland und auch für Leipzig. Wir haben ordentlich Medaillen gesammelt, die Sportlerinnen und Sportler viele Erfahrungen gesammelt“, sagte Weilert und hob die gute Stimmung im Team hervor, „die Sportlerinnen und Sportler haben sich gegenseitig super unterstützt. Das war insgesamt eine ganz tolle Truppe.“

Das bestätigt auch die Vanessa Röhniß: „Für die Unterstützung von meinem Team bin ich sehr dankbar, denn das hilft auch an mentalen Stellen im Wettkampf. Die ganze JEM war voller Emotionen und ein echt spannendes und aufregendes Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde. Diese Erfahrungen werde ich mit ihn die nächsten Wettkämpfe nehmen.“ Jetzt steht für 14-Jährige und ihr Team aber erst einmal die wohlverdiente Saisonpause an, bevor sie Ende August in die Vorbereitung für die Jugend-WM starten werden.

Familien und Freunde bereiteten den Leipzigerinnen einen großartigen am Flughafen Halle/Leipzig. Foto: privat


ALLE PLATZIERUNGEN DER SC DHfK-WASSERSPRINGERINNEN:

GOLD:

  • Frieda Dummer mit Carolina Coordes (Berliner TSC) | Turm Synchron (A-Jugend)


SILBER:

  • Vanessa Röhniß | 3m Brett (B-Jugend)


BRONZE:

  • Julina Schnabel | Teamspringen mit Deutschland
  • Julina Schnabel | 3m Brett (B-Jugend)


WEITERE PLATZIERUNGEN:

Johanna Krauß (A-Jugend)

  • 4. Platz | 3m Synchron mit Lotti Huber (Berliner TSC)
  • 6. Platz | 3m Brett
  • 8. Platz | 1m Brett

Frieda Dummer (A-Jugend)

  • 11. Platz | Turm


Vanessa Röhniß (B-Jugend)

  • 4. Platz | 1m Brett


Julina Schnabel
(B-Jugend)

  • 5. Platz | 1m Brett


Amelie Förster (B-Jugend, für Rumänien startend)

  • 4. Platz | Teamspringen mit Rumänien
  • 5. Platz | Turm
  • 6. Platz | 1m Brett
  • 9. Platz | 3m Brett

Teile diesen Beitrag.