Wunderland und Wildwest Weihnachtsshows der DHfK-Wasserspringer und des TuG-Teams begeistern

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Revolverschüsse und düstere Klänge leiteten das Spektakel ein. Ob klein oder groß, Indianer oder Cowboy – alle wuselten durch die mit Kaktussen, Saloon-Türen und Marterpfählen geschmückte Halle, sprangen vor mehr als 150 Besuchern aus bis zu zehn Metern ins Nass.

Wunderland und Wildwest Weihnachtsshows des TuG-Teams und der DHfK-Wasserspringer begeistern Leipzig. Wenn die Sprossenwand mit Glitzerstoff umhüllt ist, überhaupt märchenhafte Deko und fantasievolle Kostüme zu sehen sind, dann ist traditionell Showzeit im Turn- und Gymnastikclub Leipzig. Alle Jahre wieder präsentiert das TuG-Team im Vereinsdomizil Leplaystraße eine Mischung aus Kür und Pflicht. Diesmal heißt das Reiseziel Wunderland mit Hauptperson Alice. Für Drehbuch und Regie des zauberhaften Programms haben die Schwestern Antonia (21) und Annika Meyert (17) einen Sonderapplaus verdient. Erste Gäste waren gestern Vormittag 300 Mädchen und Jungen aus der Sport-Grundschule und fünf Kindergärten. „Die können das ja in der Luft“, staunte Paulina (6) aus dem Konfuzius-Kindergarten über den temperamentvollen Eröffnungsreigen der Akteure, zu denen auch ihre Emma gehörte. „Wir sind zum zweiten Mal hier. Für unsere Kinder ist das unglaublich fesselnd“, sagte Erzieherin Irina Mitrofanow. Die wunderbare Story mit Happy End und aktuellen Bezügen („Heimatort Empöringen“) ist ein detailverliebtes Gemeinschaftswerk von Sportlern, Trainern, Ehrenamt und Eltern; qualifiziert für eine Zugabe hat sich die Judo-Trainingsgruppe von JCL-Trainer Roman Schulz. Dass die Spitzenkräfte der Bereiche Turnen, Gymnastik und Akrobatik bis kurz vor knapp noch im Wettkampf gefordert waren und dennoch die Extraübung so exzellent hinbekommen – das ist das eigentliche Wunder. Als das TuG-Team seine Revue gestern Abend erstmals in voller Länge aufführte, führte zur gleichen Zeit in der 2,5 Kilometer entfernten Sprunghalle Mainzer Straße die ebenso umjubelte Weihnachtsshow der DHfK-Wasserspringer in den Wilden Westen. Revolverschüsse und düstere Klänge leiteten das Spektakel ein. Ob klein oder groß, Indianer oder Cowboy – alle wuselten durch die mit Kaktussen, Saloon-Türen und Marterpfählen geschmückte Halle, sprangen vor mehr als 150 Besuchern aus bis zu zehn Metern ins Nass. Dramatische Szene: Die verfeindeten Lager verbrüderten sich, legten Hut und Feder ab, überwanden so zusammen die Höhe. Etwas schade: Leipzigs beste Wasserspringer, die deutsche Meisterin Friederike Freyer (20) und der Olympia-Vierte Stephan Feck (27), fehlten aufgrund des stets vor Weihnachten stattfindenden DSV-Winterlagers. Dafür sprangen Medaillenträger der Nachwuchs-Meisterschaften ein. Nicht fehlen durften die „verrückten Springer“, die verkleidet als Weihnachtsmänner und, standesgemäß, als Cowboys und Indianer sprangen. Kerstin Förster/Mathias Schönknecht