Weiter auf Medaillenjagd: Finswimmer räumen bei WM ab

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Elf Medaillen: Die Finswimmer des SC DHfK blicken auf eine sehr erfolgreiche WM zurück. Foto: privat

Nach den erfolgreichen World Games aus SC DHfK-Sicht mit 3xGold und 1xBronze zeigten die Leipziger Finswimmer auch bei der Weltmeisterschaft im kolumbianischen Cali, dass sie zu den besten der Welt gehören. Elf Medaillen, dazu ein Europa- sowie ein deutscher Rekord, ein hochzufriedener und glücklicher Trainer sowie zwei emotionale Karriereenden geben einen kleinen Überblick über die WM-Reise des SC DHfK-Teams.

Cali. „Die Medaillenjagd geht weiter.“ So könnte der Titel des Blockbusters lauten, den die WM-Reise der SC DHfK-Finswimmer verdient hätte. Nach einer der erfolgreichsten Finswimming-Teilnahmen an den World Games in den USA holten die sieben Leipziger Athleten um Max Poschart 2x Gold, 2x Silber und 7x Bronze bei der Weltmeisterschaft in Cali/Kolumbien (18.-24.07.).

„Ich bin hochzufrieden und glücklich“, sagte ein stolzer SC DHfK-Trainer Lutz Riemann, der ebenso wie seine Sportler Sidney Zeuner und Duncan Gaida in Cali zum deutschen Team stieß. Die World-Games-Teilnehmer Nadja Barthel, Elena Poschart, Max Poschart, Justus Mörstedt und Malte Striegler waren direkt aus den USA nach Kolumbien gereist und hatten dort eine Woche zur Regeneration, WM-Vorbereitung und Sightseeing genutzt.

Im beeindruckenden Freiluft-Becken von Cali lieferten die Leipziger dann an vier WM-Tagen hintereinander Medaille um Medaille, sodass Trainer Riemann mit dem Tickern der Ergebnisse nach Deutschland ordentlich zu tun hatte. „Sensationeller Doppelerfolg für den SC DHfK Leipzig“, hieß es am ersten Tag: Gold und Bronze für Max Poschart und Justus Mörstedt über 100m Finswimming (FS). Ein guter vierter Platz für die 4x50m-Mixed-Staffel um Poschart, Nadja Barthel und Malte Striegler sowie Michèle Rütze aus Dresden mit einem neuen Europarekord über 50m für Startschwimmer Poschart (15,03 sek) folgte. An den folgenden Tagen purzelten weitere Medaillen.

Einige besondere Momente daraus:


Erstens:
Elena Poschart erkämpfte sich in einem laut Trainer Riemann „sehr schweren Rennen eine unglaubliche Silbermedaille über 1500m“ und am letzten Tag noch Bronze über die 800 Meter. Die 28-Jährige hatte ihre Karriere vor zwei Jahren eigentlich bereits beendet gehabt und für ihren World Games-Traum noch einmal die Flosse angezogen. Bei ihrem letzten Wettkampf, bevor nun endgültig Schluss sein soll, belohnte sich die Chemie-Doktorandin mit zwei großartigen Einzelmedaillen.

Zweitens: Der 21-jährige Justus Mörstedt hat laut seinem Trainer einen „krassen Leistungssprung“ hingelegt und stellte das in Cali eindrucksvoll unter Beweis. Nach bereits starken Leistungen bei den World Games gewann der Ex-Weimarer nun seine ersten WM-Einzelmedaillen – und davon gleich drei (1x Silber 400m FS, 2x Bronze 100 & 200m FS).

Drittens: Die Staffeln überzeugten. Nach Bronze über 4x200m holten die Männer zum krönenden Abschluss Gold über die 4x100m. Begeistert war Trainer Lutz Riemann aber auch von der 4x200m-Staffel der Frauen um die Leipzigerinnen Nadja Barthel und Elena Poschart. In neuer deutscher Rekordzeit holten sie sich Bronze. „Die Staffelmedaille mit deutschem Rekord der Frauen ist für mich eine kleine Sensation, damit haben viele nicht gerechnet“, so Riemann, „diese Medaille ist nach Mallorca 2000 die zweite WM-Staffelmedaille überhaupt für ein deutsches Frauenteam im Pool.“

Viertens: Rückkehrer Malte Striegler, der wie Elena Poschart ebenfalls bereits seine Karriere beendet hatte und für die World Games zurückkam, feierte mit Staffel-Gold bei den World Games und zwei WM-Staffelmedaillen ein wundervolles Karriereende.

Fünftens: Die beiden Jüngsten im SC DHfK-Team, Nadja Barthel (17) und Duncan Gaida (20), gewannen ihre ersten und laut Trainer Riemann „hoffentlich nicht letzten WM-Medaillen“.

Lutz Riemann zog daraufhin ein sehr emotionales Fazit: „Ich bin hochzufrieden und glücklich und blicke mit Dankbarkeit und Stolz auf eine äußerst intensive und krass erfolgreiche Saison zurück, die es ohne die große Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Sportler nicht gegeben hätte. Sechs von sieben SC DHfK-Athleten kommen mit Medaillen von diesem fast dreiwöchigen Hammertrip in den USA und Kolumbien nach Hause. Das ist der Wahnsinn. Max alleine mit 9 Medaillen, darunter 5 Einzelmedaillen und einem neuen Europarekord. Nicht vergessen möchte ich bei allen Aufzählungen aber auch einen Sidney Zeuner, der zwar keine Medaille gewonnen hat, dafür aber ein sehr wertvoller Teamplayer und Staffel-Vorlaufschwimmer war. Alles in allem war es eine sensationell Wettkampfsaison für uns als Finswimmer.“

MEDAILLENÜBERSICHT DER SC DHfK-FINSWIMMER:

GOLD:

  • Max Poschart (100m FS)
  • 4x100m FS-Staffel Männer (Malte Striegler, Justus Mörstedt, Max Poschart (alle SC DHfK), Robert Golenia (Plauen))


SILBER:

  • Elena Poschart (1.500m FS)
  • Justus Mörstedt (400m FS)


BRONZE:

  • Justus Mörstedt (100m FS & 200m FS)
  • Max Poschart (100m Streckentauchen & 50m FS)
  • Elena Poschart (800m FS)
  • 4x200m FS-Staffel Männer (Justus Mörstedt, Duncan Gaida, Max Poschart (alle SC DHfK), Robert Golenia (Plauen))
  • 4x200m FS-Staffel Frauen (Nadja Barthel, Elena Poschart (beide SC DHfK), Johanna Schikora (Berlin), Michèle Rütze (Dresden))