Leipziger Faustballer werden Vize-Jugendeuropapokalsieger

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Wussten bei ihrem ersten internationalen Turnier zu überzeugen: die SC DHfK-Faustballer Hieronymus Gebhardt, Gustav Kober, Elias Sporleder mit Trainer Julian Scharf (v.l.). Fotos (2): SC DHfK Faustball

Elgg. Großer Erfolg für drei Nachwuchs-Faustballer des SC DHfK! Mit Hieronymus Gebhardt, Elias Sporleder und Gustav Kober können sich drei Leipziger frisch gebackene Vize-Jugendeuropapokalsieger nennen (Altersklasse mU15). Der Titel mag klobig klingen, der Erfolg dagegen ist riesig, ist es doch das ranghöchste Turnier dieser Altersklasse und der erste internationale Titel für die SC DHfK-Faustballer.
Weltmeisterschaften und Europameisterschaften gibt es sonst erst ab der mU18.

Beim Jugendeuropapokal im schweizerischen Elgg unter Schirmherrschaft der EFA (European Fistball Association) traf die sächsische Auswahl um die drei Leipziger am 2./3. Oktober auf Regionalauswahlen aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Gespielt wurde in den Altersklassen männliche, weibliche U15 und männliche und weibliche U19.

Am Samstag traf das Team der mU15 unter Frank Neumann (Lok Schleife) und Co-Trainer Julian Scharf (SC DHfK Leipzig) in der Vorrunde auf die Auswahlen aus Thurgau (CH), Zürich/ Schaffhausen (CH), Vorarlberg (AUT) und Oberösterreich (AUT). Nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen Thurgau (1:1) konnten die Spiele gegen Vorarlberg und Zürich/Schaffhausen deutlich mit 2:0 gewonnen werden. Dabei hatten alle drei Jungs vom SC DHfK Leipzig Einsatzzeiten und konnten so zu den Siegen beitragen.

Herauszuheben ist dabei Hieronymus Gebhardt, der sich nach dem ersten Spiel über seine stabile Leistung einen festen Platz in der Stammaufstellung erarbeiten konnte. Auf der zentralen Zuspielposition konnte er durch starke Abwehrparaden und gekonnte Zuspiele glänzen. Im letzten Spiel gegen Oberösterreich wurde es dann eng. Die bis dato ungeschlagenen Österreicher waren hoch einzuschätzen. Oberösterreich, bekannt durch viele Erstliga-Teams, stellte eine kompakte Mannschaft. Trotz guter Leistung gelang es unserem sächsischen Team nicht, einen Satz zu gewinnen. Trotz knapper Satzergebnisse (11:8 / 11:9 -2:0) und damit insgesamt punktgleich mit Thurgau konnte sich Sachsen jedoch den zweiten Gruppenrang mit einem Ballverhältnis von +18 gegenüber den Schweizern (+0) sichern.

Damit war das Team am Sonntag für das Viertelfinale qualifiziert. Dort spielte die Mannschaft gegen Niederösterreich. Nach intensiver Erwärmung konnten die Jungs aus Sachsen eine geschlossene Mannschaftsleistung liefern und gewannen klar (2:0). Im Halbfinale wartete nun die schwäbische Auswahl. Diese zählt mit Niedersachsen zu den absoluten Top-Teams in Deutschland. Gerade im Stuttgarter Raum im Süden und im Oldenburger Raum im Norden zählen beide Verbände etliche Bundesligisten und stellen bei vielen deutschen Meisterschaften die Siegerteams. Entsprechend schwierig schien sich die Partie zu gestalten. Hier brillierte jedoch der sächsische Angriffsspieler Alexander Koch aus Schleife. Mit seinen knallharten Aufschlägen und Rückschlägen hielt er Sachsen im Rennen. Durch die kompakte Abwehrleistung, getragen vom Leipziger Hieronymus Gebhardt, konnte der erste Satz in den Endphasen jedoch klar zugunsten der Sachsen entschieden werden, bevor es im zweiten Satz nochmal so richtig eng wurde. Hier behielt das Team von Neumann und Scharf einen kühlen Kopf und setzte sich knapp, aber verdient durch (11:7 / 14:12).

Im Finale wartete dann erneut Oberösterreich auf unsere Jungs. Bereits aus der Vorrunde wusste das Team, dass es eng, aber nicht unmöglich war. Im ersten Satz konnte sich die sächsische Auswahl punktuell sogar in Führung bringen und es entwickelte sich ein enger Schlagabtausch. Klar war, dass dieser Satzausgang entscheidend für den weiteren Spielverlauf werden würde. Leider hielt das Team dem enormen Druck, getragen durch die vielen mitgereisten sächsischen Fans und den eigenen Auswahlmannschaftskameradinnen, nicht stand. In der Endphase verhinderten einige unglückliche Aktionen die Überraschung. Im zweiten Satz war dann die Luft raus. Viele Eigenfehler führten zum klaren Spielverlust (10:12/ 3:11).

Nach einer kurzen Enttäuschung stand jedoch fest: Über einen zweiten Platz kann man sich so richtig freuen. Julian Scharf, Abteilungsleiter Faustball im SC DHfK und in der Schweiz als Co-Trainer an der Seitenlinie aktiv, bilanzierte: „Dieser Vizetitel ist ein riesiger Erfolg für unsere Sportler. Niemand von uns war mit dieser Erwartung ins Turnier gestartet. Umso schöner ist es, dass sich die Jungs für ihre kontinuierlich guten Leistungen bei ihrem ersten internationalen Auftritt jetzt so belohnen konnten. Darauf sind wir unheimlich stolz und es zeigt uns, dass wir als Abteilung auf dem richtigen Weg sind.“

Es spielten: Hieronymus Gebhardt, Elias Sporleder, Gustav Kober, Alexander Koch, Felix Lieberwirth, Dominik Fischer, Jonathan Bretschneider, Paul Nüssler, Björn Motthes

Sachsen wurde bei seinem Debüt beim Jugendeuropapokal zudem Dritter in der Gesamtwertung (1. Platz und Jugendeuropapokalsieger der weiblichen U14, 4.Platz weiblich U18, 9. Platz männlich U18, 2.Platz männlich U14). Gesamtsieger wurde Schwaben vor Oberösterreich. (Text: Julian Scharf)