Krönender Abschluss: Felix Groß holt Doppel-Gold & Bronze bei U23-EM / Bruder Franz mit Platz 6

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EM-Triple: SC DHfK-Radsportler Felix Groß holte nach 2018 und 2019 erneut Gold in der Einerverfolgung. Foto: privat

Bei seiner letzten U23-EM hat Bahnradspezialist Felix Groß vom SC DHfK Leipzig noch einmal richtig aufgetrumpft. Drei Medaillen holte der 22-Jährige im italienischen Fiorenzuola d’Arda und verteidigte seinen EM-Titel in der Einerverfolgung zum dritten Mal in Folge. Sein Bruder Franz wurde bei seiner ersten internationalen U23-Meisterschaft Sechster im Scratch-Rennen. Felix Groß‘ nächstes Ziel ist nun die Bahnrad-EM der Männer Mitte November.

Fiorenzuola d’Arda. „Es war eine wahnsinnig tolle EM in meinem letzten U23-Jahr.“ Felix Groß‘ Bilanz der U23-Bahnrad-EM klingt zurecht euphorisch. Was der Radsportler des SC DHfK Leipzig auf der Freiluftbahn im italienischen Fiorenzuola d’Arda ablieferte, war ein würdiger Abschied aus seiner U23-Zeit: Zwei Gold- und eine Bronzemedaille hingen dem 22-Jährigen am Ende um den Hals. Sieg hieß es sowohl in der 4000-Meter-Einerverfolgung als auch im 1000 Meter Zeitfahren – vor einem Jahr hatte er bei letzterer Disziplin eine Medaille um winzige elf Tausendstelsekunden verpasst. Zudem stand am Ende Platz 3 in der Mannschaftsverfolgung. „Zwei Titel gewonnen zu haben und einen davon noch das dritte Mal in Folge ist schon Wahnsinn und kommt nicht so häufig vor“, sagte Groß stolz. Das Triple, für Felix Groß sind es die Siege in der Einerverfolgung 2018, 2019 und 2020, habe zuvor noch niemand geschafft. Und auch das Titel-Double in diesem Jahr in Verfolgung und Sprint ist eine Seltenheit. „Das Kunststück hat zuletzt 2009 der Amerikaner Taylor Phinney geschafft – echt sensationell“, zeigte sich Groß begeistert.

Der Leipziger fühlt sich nach mehreren Erfolgen bei Straßenrennen auch aktuell auf der Bahn topfit. Ob er in der besten Form seiner Karriere sei? „Das ist schwer zu sagen. Die Zeiten auf der Betonbahn sind schwer mit den anderen zu vergleichen, aber sie waren für die Bedingungen schon klasse. Ich glaube, zumindest so eine gute Form zu haben wie bei der diesjährigen WM oder den UCI-Siegen auf der Straße – vielleicht sogar etwas besser.“ An dieser Form wird der Leipziger in den nächsten Wochen weiter feilen. Mit der deutschen Nationalmannschaft geht es am kommenden Mittwoch zum Lehrgang nach Frankfurt/Oder. Dann steht die Vorbereitung für die Bahnrad-EM der Elite auf dem Programm. Wenn es die Corona-Situation zulässt, werden die europäischen Titelkämpfe vom 11. bis 15. November im bulgarischen Plovdiv ausgetragen.

Während es für Felix Groß seine letzten U23-Titelkämpfe auf europäischer Bühne waren, schnupperte Bruder Franz Groß (19), ebenfalls Mitglied im SC DHfK Leipzig, erstmals Premierenluft und wurde Sechster im Scratch-Rennen – im Gepäck den einen oder anderen Tipp vom erfahrenen Bruder. „Franz ist ein gutes Rennen gefahren und kann mit seiner ersten EM, denke ich, sehr zufrieden sein. Das lässt für die Zukunft hoffen“, so Felix Groß.