Kanu-Quali: Melanie Gebhardt mit guten Olympia-Chancen / Peter Kretschmer trotz starker Leistung nur Ersatz

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Zeigten starke Leistungen bei der 2. nationalen Qualifikation: die SC DHfK-Kanuten Melanie Gebhardt und Peter Kretschmer. Foto: SC DHfK

Mit Melanie Gebhardt und Peter Kretschmer gingen zwei Rennkanuten des SC DHfK bei der 2. nationale Olympiaqualifikation des Deutschen Kanu-Verbandes am Wochenende in Duisburg an den Start. Beide überzeugten mit sehr guten Leistungen, Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme kann sich aktuell aber leider nur unsere Kajakspezialistin machen.

Duisburg. Sie haben alles gegeben und gezeigt, dass sie zu den besten Rennkanuten Deutschlands gehören: Melanie Gebhardt (Kajak) und Peter Kretschmer (Canadier) vom SC DHfK Leipzig sind von der 2. nationalen Olympiaqualifikation mit hervorragenden Ergebnissen zurückgekehrt. Leider darf aktuell aber nur Melanie Gebhardt weiter von einem Startplatz in Tokio träumen. Peter Kretschmer, Olympiasieger 2012, ist dafür Ranglistenerster für die Kanu-WM im September in Kopenhagen.

Melanie Gebhardt qualifiziert sich für Olympia-Ausscheid im Mai

SC DHfK-Kajakfahrerin Melanie Gebhardt unterstrich in Duisburg mit dem Sieg im Zweier und Bronze über 500m im Einer ihre aktuell starke Form. Die Belohnung: Sie wurde mit 24 anderen deutschen AthletInnen für die Europaqualifikation am 12./13. Mai sowie den anschließenden Weltcup im ungarischen Szeged am 14./15. Mai nominiert. Das Ziel Olympia rückt damit ein Stück näher.

In der Europaqualifikation (European Olympic Qualifier) wird es dann ernst für die 27-Jährige, die gemeinsam mit Sarah Brüßler (Karlsruhe) im Zweier-Kajak über 500m den Quotenplatz für Tokio holen möchte. Zudem deutet sich bei den deutschen Kajak-Damen ein interner Vergleich um die begehrten Plätze im olympischen Vierer-Kajak an. Dort wird Melanie Gebhardt  im direkten Einer-Duell gegen Caroline Arft um ihren Bootsplatz kämpfen.

Peter Kretschmer verpasst Olympia-Quali / Kanu-WM im September

Canadierspezialist Peter Kretschmer muss seine Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme in diesem Sommer trotz starker Leistungen in Duisburg leider erst einmal begraben. Ein Start in seiner Paradedisziplin, dem Zweier-Canadier, in dem er 2012 Olympia-Gold gewann, war bereits nach der 1. nationalen Quali in weite Ferne gerückt, als sein langjähriger Bootspartner Yul Oeltze (Magdeburg) das Einer-Finale verpasste.

Bei der 2. nationalen Quali am Wochenende warf Kretschmer noch einmal alles in die Waagschale, um sich auch für den Start im olympischen Einer zu empfehlen. Doch sein großer Kampf wurde leider nicht belohnt. Am Ende stand Rang 2 im Einer über 1000m knapp hinter Conrad Scheibner (Berlin), sein Sieg auf der 500m-Strecke zählte nicht mehr zum Olympiaausscheid. „Ich habe sehr starke Einerleistungen abgerufen und gezeigt, dass ich einer der besten Canadierfahrer in Deutschland bin. Ich bin in super Form und mit mir zufrieden. Es kann aber nicht jedes Jahr fürs A-Team reichen. Man muss im Sport auch mal akzeptieren, wenn andere schneller sind", sagte der 29-Jährige der Leipziger Volkszeitung.

Statt Olympia ist der Leipziger jetzt als Ranglistenerster für die WM im September in Kopenhagen gesetzt. "Ich freue mich darauf, was die nächsten Wochen bringen", sagte Kretschmer nach dem Ausscheid mit Blick auf eine Entscheidung durch den Deutschen Kanu-Verband, "ich kann damit leben, wenn es jetzt erst einmal für mich zu Ende ist und ich etwas ruhiger machen kann. Aber natürlich, wenn ich noch irgendeine Chance bekomme für Olympia, bin ich Feuer und Flamme."