Johanna Handrick: "Manchmal denke ich darüber nach, wie es gewesen wäre, jetzt bei Olympia dabei zu sein"

Kanu

Setzt den Fokus nach einer auskurierten Schulterverletzung auf nächstes Jahr: SC DHfK-Canadierfahrerin Johanna Handrick. Foto: Ronald Verch

Leipzig statt Tokio. Trainingslager statt Olympisches Dorf. Die Verschiebung der Olympischen Spiele von 2020 auf 2021 hat auch den sportlichen Plan unserer SC DHfK-Athletinnen und -Athleten durcheinandergewirbelt. Wie geht es unseren Olympia-Kandidaten emotional damit und wie und wo verbringen sie stattdessen die zwei Wochen vom 24.7. bis 9.8.? Wir haben bei einigen von ihnen nachgefragt. HEUTE: CANADIER-FAHRERIN JOHANNA HANDRICK (25).

Johanna, welches Gefühl löst der Gedanke in Dir aus, jetzt nicht wie anvisiert und gehofft in Tokio bei den Olympischen Spielen sein zu können?


Es sind gemischte Gefühle. Einerseits bin ich froh, aufgrund meiner aktuellen Schulterverletzung genug Zeit zu haben, diese auszukurieren und das Training wieder Schritt für Schritt aufnehmen zu können. Anderseits war Olympia 2020 das große Ziel und manchmal denke ich darüber nach, wie es gewesen wäre, jetzt dabei zu sein. Insgesamt bin ich froh, ein Jahr mehr Zeit zu haben, um an mir zu arbeiten und einige Stellschrauben zu justieren.

Was steht im Zeitraum der Olympischen Spiele (24.7.-9.8.) stattdessen bei Dir an?


Ich werde langsam wieder mit dem Trainingsaufbau beginnen, da ich die letzten Wochen mit dem Paddeln pausieren musste. Zudem werde ich in eine neue Wohnung ziehen, durch die Olympia-Verschiebung eher als geplant. Neben dem Training ist also derzeit durchaus auch ein bisschen Zeit für das Privatleben und alternatives Training wie zum Beispiel Radfahren.

Wie klein oder groß ist der Fokus aktuell bei Dir schon auf Olympia 2021?


Mein Fokus liegt zu 100 Prozent auf dem nächsten Jahr. Mein Trainingsaufbau gestaltet sich langfristig für die Qualifikationen im Frühjahr 2021. Das liegt vor allem daran, dass ich wegen meiner Verletzungspause dieses Jahr nicht mehr an den Start gehen werde.

Vielen Dank, liebe Johanna. Wir wünschen Dir viel Erfolg und vor allem Verletzungsfreiheit auf diesem Weg!