Faustball auf Topniveau / Positives Fazit der Leipzig Open / Kleinfeld-WM 2021 in Leipzig geplant

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Faustball auf Topniveau und viele spannende Partien: Die Organisatoren des SC DHfK waren mit der zweiten Auflage der "Leipzig Open" sehr zufrieden. Fotos: SC DHfK Leipzig

Während am Wochenende in der Egidius-Braun-Sportschule die Leipzig Open über die Bühne gingen, steht im kommenden Jahr in Leipzig ein ganz besonderes Highlight für alle Faustballer auf dem Programm. (von Simon Ecker, LVZ Sportbuzzer vom 04.10.2020)

Leipzig. Die Begriffe „Faustball“ und „Leipzig“ bringt man nicht unbedingt miteinander in Verbindung. Die Stadt an der Pleiße hat weder eine Faustballtradition noch ist es um den Nachwuchs besonders gut bestellt. Doch seit mittlerweile drei Jahren haben es sich die Faustballer vom SC DHfK Leipzig zum Ziel gesetzt mit Ganztagesangeboten an Schulen vor allem Kinder für die Sportart zu begeistern. Und das mit Erfolg: Seit Julian Scharf das Projekt 2016/17 startete, wächst die Faustball-Abteilung beständig – von anfangs sieben auf mittlerweile 115 Mitglieder.

Als Belohnung erhielten die SC DHfKler nun den Ehrenpreis für besondere Aktivitäten vom internationalen Faustball-Verband IFA. Und im kommenden Jahr wartet schon das nächste Highlight: Denn dann findet im Rahmen des Turnfestes (12.-16. Mai 2021) die erste Kleinfeld-Faustball-WM in Leipzig statt. „Bislang wurde diese Form des Faustballs eher im Training gespielt. Große Wettbewerbe gab es kaum“, erzählt Jakob Gasse, stellvertretender Abteilungsleiter der DHfK Faustballer. Doch das ändert sich nun.

„Wir wollen mit dem Faustball bewusst in Großstädte rein und zeigen, dass der Sport auch dort funktioniert“, erklärt Präsident Jörn Verleger. Da in den Innenstädten jedoch oft wenig Raum und Rasenfläche vorhanden ist, setzt die IFA auf die Kleinfeld-Variante des Faustballs. Die Zugangsschwelle sei hier sehr niedrig, führt Verleger an. Man könne praktisch auf jedem Untergrund spielen, man brauche nicht viel Platz und nicht viele Mitspieler. Denn im Gegensatz zum „normalen“ Faustballfeld (50x20 Meter) ist das Spielfeld lediglich 10x3 Meter groß und ein Team besteht aus zwei anstatt fünf Spielern. Auch der Ball ist leichter, wodurch Topspieler das Spielgerät nicht mehr so leicht unabwehrbar bis auf 140 km/h beschleunigen können.

Die Anmeldung hat bereits begonnen. Da der Sport neben Europa vor allem in Südamerika populär ist, hofft Verleger, dass ihm Corona hier keinen Strich durch die Rechnung macht und viele ausländische Teams anreisen können. Sollten sich mindestens fünf verschiedene Nationen anmelden, wird das als WM ausgeschriebene Turnier auch als Weltmeisterschaft gewertet. Während die Vorrunde noch auf der Südkampfbahn ausgetragen wird, erfolgt für die Finalspiele ein Wechsel in die Innenstadt – genauer gesagt auf den Platz vor der Nikolaikirche. Eine weitere Besonderheit: Da die WM im Rahmen des Turnfestes stattfindet, können alle ab 16 Jahren mitmachen. Egal welches Geschlecht, egal ob Profi, Amateur oder gar kein Faustballer. „Das macht den besonderen Reiz aus“, sagt Gasse. Es sei ein bisschen wie im Pokal, wenn der Kleine gegen den Großen spielt.

Doch zurück ins Hier und Jetzt: Am Wochenende fanden in der Egidius-Braun-Sportschule die Leipzig Open statt. Im Elitebereich konnte der TV Brettorf (Landkreis Oldenburg) bei den Männern und Frauen einen Doppelsieg feiern. Die Faustballer des DHfK mussten aufgrund der coronabedingten Organisation der Veranstaltung auf eine eigene Teilnahme verzichten, unter anderem waren nur 49 Zuschauer zugelassen. Trotzdem zog Gasse ein positives Fazit: „Wir hatten spielstarke Teams und eine gute Stimmung. Nächstes Jahr freuen wir uns aber wieder auf mehr Zuschauer.“